Die lineare Form der absoluten Bewegung

Beobachtungen, Überlegungen und Zweifel

 

Ein durch die Luft geworfener Körper bewegt sich nicht in einer einfachen, flachen, parabolischen Bahn, sondern um eine vertikale Achse rotierend zur Hauptlinie der Bewegung. Diese Tatsache kann sehr einfach beobachtet werden, durch mehr­far­bige Bälle bzw. flache Steine oder Ringe, deren Flugbahnen durch ihr Aussehen verfolgt werden können. Die Rotations­achse kann sowohl gegen die Erde radial gerichtet als auch tangential sein; im ersten Fall scheint der Gegenstand in der Luft wie ein Kreisel zu rotieren, im zweiten wie ein Rad auf einer imaginären, parallel zur Erde verlaufenden Luftbahn.

Die Lauffläche jeglichen peripheren Punktes eines Rades ist ein Zykloid, besser, eine Reihe von Zykloiden, die sich in einem sehr flachen Bogen folgen. Die Länge jeglichen Zyk­loi­den-Bogens ist 8 r (des Rades), während das geometrische Zentrum des Rades innerhalb des Zeitraums einer Rotation sich um die Distanz 2 π r bewegt. Der mittlere Weg ist also 7,14 r: d.h. um 0,86 (1/7) grösser als der üblicherweise gemessene scheinbare Wert. Die Grösse der kinetischen Energie muss deshalb grösser sein als gewöhnlich berechnet.

Man darf sich fragen, warum diese zusätzliche Energie sich nicht in eine grössere ballistische Geschwindigkeit umwandelt, d.h. in eine grössere Distanz pro Zeiteinheit.

Ein freifallender Körper zeigt dasselbe rotierende Ver­halten, und in der Wirklichkeit einen längeren Weg der zeit­lichen Einheit als gewöhnlich berechnet. Man kann es beo­bach­ten, in dem man den Körper, um die Zykloiden vollständig zu entfalten, aus genügender Höhe fallen lässt.

(Nebenbei soll an dieser Stelle der Wunsch offenbart werden, für die Durchführung von Fall-Versuchen mit grossen Distanzen. Die klassische Röhre, mit Vakuum und einer Länge von einem Meter, genügt nicht, weder von der Distanz noch der extrem kurzen Zeiten wegen, um die exakte Feststellung der Beschleunigung zu messen. Ein hoher Kamin einer alten Fabrik, wie heute so viele herumstehen, könnte als Ver­suchs­an­ordnung dienen und einen Freifall ungestört von seitlichen Luftströmen ermöglichen; die Fallzeit könnte sehr einfach eruiert werden in dem der fallende Körper, an einem Draht aufgehängt wird, der mit einer elektrischen Uhr verbunden ist, beim Durchschneiden des Drahtes wird die elektrische Uhr automatisch betätigt, die beim Aufschlag des fallendes Objektes auf der Erde einen Schalter betätigt, womit man präzise Zeitdaten erhalten könnte.

In primitiver Art und Weise, habe ich selbst mehrmals den Fall von Körpern verschiedener Gewichte, dennoch mit iden­tischer Oberfläche, um eine gleiche Luftfriktion zu garantieren, beobachten können: beim Einsatz von Zelluloid-Bällchen die unterschiedlich gefüllt wurden, hat sich gezeigt, dass mit Blei gefüllte Bällchen rascher und in der beschriebenen Weise fallen, als andere mit Baumwolle gefüllte).

Die Beobachtung des in der Luft rotierenden Körpers führt dazu, diese Bewegung mit derjenigen der Planeten zu ver­glei­chen. In der Tat, es wiederholt sich das rotatorische Phä­no­men, obwohl in einer komplizierteren Weise. Die Erde – für sich beobachtet – in ihrer Bahn um die Sonne und die Drehung um ihre Achse (fast senkrecht zu ihrer orbitalen Bewegung) scheint sich wie ein Kreisel auf der elliptischen Bahn des eigenen Orbits zu drehen. Aber die Bewegung des Mondes um die Erde lässt die Erscheinung stark verändern. Im Neumond befindet sich der Mond vor der Erde auf ihren Weg um die Sonne; im ersten Viertel befindet er sich fast wie von der Erde abgeschleppt hinter ihr und er scheint verlangsamt zu sein, im Vollmond steht er zur Seite der Erde und bis zum letztem Viertel ist er im voraus und scheint als ob er beschleunigt wäre um sich dann bis zum Neumond erneut zu verlangsamen. Die Alternierung von so gegensätzlichen Phasen der Be­schleu­ni­gung und der Verlangsamung scheint sowohl unbestreitbar als auch unklar. Die Schwierigkeit verschwindet jedoch wenn man bedenkt, dass die Sonne, um die sich die Erde dreht, sich selbst dreht. Die Sonne selbst in eigener Bewegung, nicht nur rotierend, sondern sich selbst bewegend, dazu die Erde, der Sonne konstant nachfolgend, aber in Wirklichkeit kreist sie nicht um die Sonne, sondern es ist der Orbit der Erde, der sich um den Orbit der Sonne als Spirale wickelt. Die rotierende Bewegung der Erde und die Reihe der Zykloiden beziehen sich und überlappen diese effektive Spirale und die Erde bewegt sich nicht auf einer Linie der äquatorialen Ebene sondern bewegt sich im Universum in der Richtung ihrer Polarachse. Der Mond muss deshalb nicht der Erde vor oder nachfolgen, sondern er bleibt immer zu ihrer Seite – besser sein Orbit kreist um denjenigen der Erde, wie diese um denjenigen der Sonne und bewegt sich in Zykloiden gegenüber dieser Spirale, die andererseits Elemente übergeordneter Spiralen darstellen.

Die spiraloide Bewegung eröffnet eine andere hypo­the­tische Möglichkeit für das Zustandekommen des Sonnen­sys­tems als diejenige von Kant-Laplace, welche mit ungeklärten Zweifeln belastet ist. Stellen wir uns einmal vor, ein Himmels­körper der sich im Universum rotierend bewegt. Ein zweiter kleinerer Himmelskörper bewegt sich auch rotierend, jedoch schräg zur Richtung des ersten. Ist die Distanz nah genug für eine effiziente Anziehung, wird der kleinere Körper angezogen und damit dem grösseren Körper in seiner Himmelsbahn folgen, d.h. die Linie seiner Bahn krümmt sich zu einer Spirale aus dem Durchschnitt ihrer eigen und derjenigen Bahn des Hauptkörpers, der jetzt in «zentraler» Stellung gegenüber dem anderen steht, dem «Planeten». Die endgültige Distanz vom Zentrum (bzw. Zentralachse) des minderen Körpers stellt den Durchschnitt der Energien beider Sterne dar, als Ergebnis einer kinetischen Anpassung. Die Deklination der ekliptischen Fläche würde nichts anders sein, als der Winkel der ur­sprüng­lichen Sterne. Die Planeten, gemäss dieser Hypothese, würden nicht vom zentralen Körper entstanden sein, sondern «ein­ge­fangen» sein, und das solare System wäre das Ergebnis einer nachfolgenden Verankerung.

Ist vielleicht die Theorie der Elektronen in der Materie einen Hinweis dafür? Wenn die Elektronen sich von der Anziehungskraft des planetarischen atomaren Systems befreien und sich im radioaktiven Zustand entfernen können – warum sollte nicht ein Prozess in entgegengesetzter Richtung möglich sein, der ein Eintritt des Elektrons in die mikroplanetarische Verwandtschaft? – Und so auch das Eintreten eines fremden Sterns ins Sonnensystem? Die Hypothese eines zweiten Mondes von der Erde als ultrakolossale meteorische Masse, die Delle im Pazifischen Ozean dient als Beweis, kann besser mit meiner Hypothese erklärt werden, als mit dem Gedanken die Planeten hätten sich getrennt von einer zentralen Masse um von ihr wieder eingefangen zu werden.

Hauptsache ist, dass die Beobachtungen des Vorkommens der zwei Bewegungen zeigen, sie sind weder geradlinig noch planetare Parabeln, sondern krumm und dreidimensional: spiralisch und rotatorisch. Und so ist es für Körper, geworfene, fallende, astronomische, weil die Elektronen-Theorie der kleinsten Teile, auch die Bewegungen des Universums erklärt.

Die Beobachtungen betreffend der geworfenen Körper finden eine Bestätigung in einer weiteren Reihe von Er­schei­nungen.

In einer Ebene mit homogenen Sedimentschichten, Sand oder Ton, die dem fliessenden Gewässer kein besonderes Hindernis entgegensetzen, kann beobachtet werden, dass ein Fluss oder Strom keine geradlinige, dem kleinsten Widerstand entsprechendem Verlauf folgt, sondern in Schlangenlinie verläuft und erodiert.

Die innere Bewegung der Wasserpartikel, nicht direkt beobachtbar, scheint die Gewässer in alternierende Weise rechts oder links von der Hauptrichtung, vielleicht sogar nach oben oder unten zu führen. In einem gut vorgestauten Fluss sollte man annehmen, dass die seitlichen Schichten des Stromes, durch den Kontakt mit den Kanten verlangsamt, gleichmässig auf beiden Seiten des Flusses das schwebende Material ablagern; was man jedoch beobachtet ist, dass, obwohl keine Hindernisse zum geraden Fluss der Gewässer vorkommt, die Ablagerung alternierend rechts und links stattfindet, wobei sich ein schleichender Kanal in die neuen Ablagerungen bildet, eine graphisch-geographische Demon­stra­tion der bestehenden kurvigen  Bewegungskräfte in der Wassermasse. Die letzte Abschnitt des Flusses Cassarate nahe der Mündung in den Ceresio [Lago di Lugano] bildet ein schönes Beispiel. Der russische Ingenieur Nyrkow ver­öf­fent­lichte eine «Theorie der Bewegungen der Flüsse», worin er sich über die Flüsse beklagt, die ständig die Arbeit der hydrau­li­schen Sanierung vereiteln.

Diese kurvige Bewegung innerhalb des Wassers kann auch anderswo beobachtet werden. Bei einer flachen und gleich­mäs­sigen Wasserströmung, wie beim Schanzengraben in Zürich, kann man beobachten, dass am Seeufer beim Abfluss in ihn, die Wasserpflanzen in ständiger wellender Bewegung sind –, die alternierenden Bewegungen der inneren Strömungen wer­den hiermit ersichtlich.

Ein Wasserstrahl aus einem perfekt zylindrischen Hahn und unter konstantem Druck, zeigt auf seiner Oberfläche alternierende Verdrängungen und Erweiterungen, womit ein wellendes Aussehen entsteht. Es ist also anzunehmen, dass innerhalb dieses Wasserstromes die Partikel sich nicht in einfachen flachen (parabolischen) Linien bewegen, sondern sie zeigen eine alternierende Abweichung von der Hauptrichtung, sie bewegen sich spiralisch oder rotatorisch.

Auf der Oberfläche eines gleichmässigen, ruhigen Flusses sieht man kleine sich drehende, bewegende Wirbel, zyklonalen Wirbeln ähnlich, wie die kleinsten im Strassenstaub, oder die riesigen aus verheerendem Sand, Wasser oder Wind.

Ich habe das Graphische erwähnt, das durch Strömungen in einer Ebene, durch Erosion oder in langsam fliessenden Kanälen entsteht. Die rotatorische Wirkung kann auch anhand anderer Erscheinungen festgestellt werden: viele Pflanzen haben eine spiraloide Verformung der Äste und Blätter; wird an einem Tannenzapfen die aufsteigende Reihe der Deck­schup­pen entfernt, bekommt man ein schönes graphischen Präparat einer Spirale, entscheidend für die Form. Julius Wiesner berichtet, dass wenn eine Pflanze mit umklammernden Trieben, im Wachstum einer Rotation im Gegenrichtung der irdischen unterworfen wird, bildet sie gerade Triebe, da die künstliche Bewegung die natürliche neutralisiert, auch die Bewegungen der Erde und die pflanzeneigenen –, und auch dies sind grafische Muster.

Wir haben also überall rotatorische und spiraloide Bewegungen: in enormen Verhältnissen im Weltall, be­schei­dener in terrestrischen, in sich frei bewegenden Körpern, noch kleiner in flüssigen Massen, und gemäss der Elektronen-Theorie der Materie, in ultrawinzigen Ausmassen bei den Elektronen. Es ist also hypothetisch höchst wahrscheinlich, dass die sogenannten molekularen Bewegungen, die Diffusion, die Osmose und die der Ionen irgendwie rotatorischer oder spiraloider Natur sind, sie sind weder flach noch linear.

Gasmoleküle könnten daraus als sich auf kurvenartigen Bahnen bewegende Partikel betrachtet werden. Ihre Stösse, die den manometrischen Druck erzeugen, wären nicht eine se­kun­däre Erscheinung ihrer Bewegung zum Energieaustausch, sondern Teilchen, die von ihrem wahren Orbit, den paral­lel­gram­mati­schen Diagonalen, umgeleitet werden. Die primäre und essentielle Bewegung würde jedoch weder von diesen Stössen abhängig sein, noch von anderen Kräften die linear gemäss der klassischen Mechanik wirken. Weder stammt die Energie dieser Rotation von der üblichen kinetischen bzw. thermischen Energie, da bekannt ist, dass bei absoluter Null­tem­pe­ratur die Moleküle ohne Energieverbrauch externer Quellen rotieren.

Mit allen Erkenntnissen kann man hypothetisch davon ausgehen, die absolute Bewegung sei in irgend einer Weise rotatorisch oder spiraloid. Es wäre Teil von Sonder­über­le­gun­gen, die realen Beziehungen und die Formel der beiden Kur­ven­bewegungen in ihrer wellenförmigen Relation zu finden. Die grosse elektromagnetische Theorie vereint die elek­tri­schen und magne­tischen Erscheinungen, einschliesslich des Lichtes. Und auf den Punkt gebracht, ein elek­tri­scher Strom fliesst spiralförmig und wird erzeugt von einem rotierenden magne­tischen Feld das elektrische Ströme aus Elektronen freisetzt. Daraus ergibt sich also eine gewisse essentielle Analogie – wenn nicht zufällig – zwischen rotatorischer Bewegung und Magnetismus, so wie auch zwischen spiraloider Bewegung und Elektrizität.

Vielleicht kann dieses Konzept auch auf das Licht an­ge­wandt werden. Die huyghensche Theorie der Äther­schwin­gun­gen scheint gegenwärtig ihre Bedeutung zu verlieren; wahr ist, sie zeigt ihre Schwächen. Ich muss zugeben, die klassische Erklärung der Farben hat mich nie überzeugt. Die durch Inter­ferenzmessungen erhaltenen Wellenlängen, welche Retina-Reizpunkte ansprechen, die man Farbe nennt, daraus leitet man die Anzahl der Schwingungen pro Minute ab, be­rech­net durch eine einfache Division der 300 000 Kilometer, mit denen sich das Licht [pro Sekunde] fortbewegt.

(Abgesehen davon: soviel ich weiss, gibt es keine Experi­mente betreffend der Geschwindigkeiten der einzelnen Farben – es wurde einfach angenommen sie seien identisch, obwohl die Variationen der Beugungswinkel – Verhältnis der Gesch­win­dig­keiten in den zwei Elementen [Luft und Wasser] – für die verschiedenen Farben im Prisma logischerweise doch Unterschiede in den Geschwindigkeiten der verschiedenen «Farben», die in die unterschiedlichen Elemente eindringen ergeben.)

Was wird mit Wellenlänge gemeint? Die Distanz – oder die Anzahl X der Mikroelemente die als Bezug dienen – die Zeit­spanne zwischen der ersten seitlichen Bewegung eines Mikro­ele­ments (Äther oder Irgendwas), das zurück­kehrt zur An­fangs­stellung und sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt um ein zweites Mal zur der Anfangsstellung zurück­zu­kehren, soweit kein weiterer Impuls folgt. Je länger die Zeit ist um diese vierfache Bewegung auszuführen, desto länger ist der Weg des Impulses, damit ist leicht zu berechnen, wie viele Impulse müssen in einer Minute wiederholt werden um die Wellenlänge zu addieren bis sie 300 000 Kilometer erreicht, wir haben es hier mit Milliarden von Kilohertz zu tun. Als Messkonzept ist dies recht gut.

Was hat aber unsere terrestrische Zeitmessung in Minuten und Sekunden mit der eigentlichen Essenz des Phänomens zu tun? In einer halben Sekunde, auch im kleinsten Bruchteil einer Sekunde, ist das Phänomen tel quel da. Auch vor der ersten Welle und deren Fortpflanzung, die Essenz des Phäno­mens bleibt sich gleich. Allgemein gesehen, besteht das Phänomen in der Reizung und der einzelnen «Farben» durch einen Impuls und der Reizbarkeit des Mikroelementes. Warum wird in einem gewissen Moment die «rote» Welle und in einem anderen die «gelbe» oder «blaue» ausgelöst? Sind es die Reizkräfte die unterschiedliche Wirkungen erzeugen, oder sind die schwingenden Mikroelemente in «rot» und in «gelb» verschieden,  jedenfalls sind sie sehr nahe in ihrer eigenen spezifischen Reizbarkeit wie die vier Saiten einer Geige, die vom selben Bogen gestrichen werden, und doch differenziert und spezifisch. Und die Essenz der Gradation würde der Mannigfaltigkeit der Wellenlängen entsprechen.

Die elektromagnetische Theorie des Lichtes, beruht auf dieser Oszillation, sie ist die Grundlage, wenn auch nicht im bildlichen Sinn, der Wellentheorie, und etwas missbräuchlich. Die alternierenden Änderungen der elektrischen und magne­tischen Zustände im Raum zeigt nicht die geometrische Änder­ung der Verdrängung die wir in den Wasserwellen beobachten; an der elektro-magnetischen Wechselwirkung besteht kein Zweifel, ihr theoretischen Wert wäre nicht wertlos, wenn die Wellentheorie nicht mit dem Wort «Schwingung» in Verbin­dung gebracht würde. Die oben genannte Analogie von Mag­ne­tis­mus mit rotatorischen Bewegungen und der Elektrizität mit progressiven spiraloiden Bewegungen erlaubt die Hypothese aufzustellen, dass die zykloiden Linien des Rades, der von uns definierten Wellenlänge entspricht. Ein Mikroelement, rotie­rend aufgrund eigener Energie, könnte sich durch Rota­tions­zeiten differenzieren, so wie sie sich unterscheiden zwischen Erde, Mars, Jupiter und so weiter. Das rotie­rende und spiraloide Mikroelement wäre die erste physikalische Realität und sogar das Bild der odulatorischen Bewegung würde eine gewisse Berechtigung finden, insofern man es als eine flache Projektion der dreidimensionalen Bewegung auffasst: weil in der seitlich projektierten Spirale dieselben Bewegungsvorläufe ablaufen und weil es die Unterschiede der sogenannten Schwingungsebene, so wichtig für die Pola­ri­sa­tions­er­schei­nungen, erklärt.

Die Wellentheorie zeigt eine gravierende Schwierigkeit in der Erklärung der Fortpflanzung in einer homogenen sphär­ischen Umgebung, wie dies der Äther ist. Die Wellen die wir beobachten zeigen sich auf der Oberfläche einer Flüssigkeit, das heisst auf der Ebene der Trennung zwischen zwei Medien. Die seitliche Bewegung kennt keine Hindernisse, wenn sich Wassermassen Richtung Luft erheben – sogar, unter den Einfluss eines Impulses finden die Wasserteilchen den natür­lichen Weg zur Luft mit kleinstem Widerstand; dasselbe kann von einem in der Luft hängendem Seil gesagt werden, wobei den Reizteilchen eher seitlich und nicht länglich reagieren. Eine transversale ondulatorische Bewegung ist jedoch in einem vollständig homogenen Medium schwer vorstellbar, wenn der Impuls sich von einem Zentrum ausgehend und gleichzeitig in alle Richtungen fortpflanzt. In welcher Richtung sollte sich ein Partikel bewegen? Wenn es in jede Richtung eine unendliche Anzahl Partikel gibt, das heisst alle bewegen sich in der gleichen vertikalen Richtung vom Impuls fort ... man würde zu einem allgemein gegenseitigen Behindern ohne Bildung von Seitenschwingungen kommen. Wo bleibt dann die Wellen­theorie? Die Radioaktivitätsphänomene erlauben die Vor­stel­lung eines sphärischen szintillierenden und rotie­ren­den Zentrums das in jede Richtung Mikroelemente auswirft, die rotie­ren und sich spiraloid fortpflanzen.

Die beobachteten Erscheinungen der rotatorischen Beweg­ung haben mich dazu gebracht, diese Hypothese vor­zu­schlagen. Es ist sicher so, dass die freie rotatorische Bewegung, nicht erzeugt wird durch externe bzw. mechanische Kräfte, nicht mittels dem Inventar der klassischen Mechanik, Stösse, Traktion, Druck zu verstehen sind – aber auch nicht mit der allgemeinen Gravitation, nicht mit der chemischen Affinität, nicht mit der Kohäsion, nicht mit der Adhäsion. Dies sind Erscheinungen der oberflächlichen äusseren Realität, mecha­nisch und technisch wirksam zu jeder Zeit, doch die intrin­sische innerliche Beschaffenheit lässt sich nicht aus dem mecha­nischem Wissen, obwohl vollumfänglich tauglich für oberflächliche äussere Anwendungen und Beurteilungen, ableiten. Die rotatorische Bewegung fügt sich als Ergänzung der primären Kräfte hinzu.

 

 

Mein Buch «Die Zukunft der Natur» (Leipzig 1916, Klaris­tischer Verlag Akropolis) bespricht vollumfänglich die Phänomene die Bestandteil dieses Vortrages sind, sowie deren soziologische Relevanz.

 

Übersetzung Bruno Ferrini und Thomas Voelkin