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Elisarion-Rundbild «Klarwelt der Seligen»: Reigen am Meere
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Reigen am Meere

«Blonde Schönheit, Du duftig lindenblütenbehängte,

Deren lockender Blick uns lugt aus goldiger Locke.

Anmut, lüfte den Fuss, schon regt sich der Reigen der Liebe.»

 

«Ei, wie lockt mich dein Wort. Du, leichter apollischer Jüngling!

Seeluft, die lose, greift dir verliebt ins braune Gelocke,

Streift dir den farbigen Streifen von deinen prächtigen Armen.

Gelt, dich kleiden die grünlichen Perlen, Du Schöner, nicht minder

Als die blauvioletten mich. So ergreife den Arm mir.»

 

«Ewigen Frühling im Herzen, so wandeln wir hin auf der Heide.

Wesensgefährte, ergreif meine Hand. Du, vor mir im Schreiten!

O wie lebhaft Du bist und hebst den Fuss wie zum Tanze,

Dass am Haupte dir beben die roten Blüten des Mohnes!»

 

«Vorwärts zieht mich begeistert die blonde lila Clematis,

Während das Meer mich entzückt, und die duftigen schneeigen Berge,

Auch die stolze Palme zu Häupten, am Fusse die schöne

Schwarzgelockte Gestalt – da eilt mit fliessendem Haare

Immer voran Clematis, auf langender Hand den Falter.»

 

«Siehe, da schwingen schon zweie hinauf zur dunklen Olive,

Kutschen, gängeln einander mit glockenblütigen Ranken:

Vor- und zurückgeneigt, mit flatterndem Goldhaar, und jubelnd

Edelweiss, im Spiele gefolgt vom Lenker Cyclame.»

Szene 16

Reigen am Meere zeigt sechs miteinander durch Blumen­girlanden und durch ihre Hände verbundene Figuren, eine von ihnen mit langem Haar, die in einem Reigen aufwärts schweben.