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Der Weg der Liebe

Der Weg der Liebe

Schlusskapitel aus der Autobiografie Aus einem wahrhaften Leben

Vorwort des Herausgebers

Ich habe 45 Jahre lang als Freund, ununterbrochen und unmittelbar, das Leben Elisarions (von Kupffer) teilen dürfen; ja, als er am 31. Oktober 1942 starb, waren es über 51 Jahre, dass wir einander kennengelernt hatten und bald Freunde geworden waren. Die geistige Zielsetzung des Lebens verknüpfte, über starke Gegensätze der Temperamente hinweg, und verband uns in steigendem Masse wie zu einer Doppeleinheit.

Den Bericht seiner Jugend «Aus einem wahrhaften Leben» hat Elisarion bis zum Jahre 1902 ausgeführt; mein entsprechender «Wie ich wurde» geht bis 1898. Die darauffolgenden Zeiten sind durch sein Lebenswerk – dichterisch, denkerisch, bildnerisch – beurkundet; und so das Meine in dichterischen, philosophischen, wissenschaftlichen Arbeiten.

Immerhin hoffe ich, dass meine Lebenszeit mir noch gestatten wird, eine «Chronik dieser 45 Jahre niederzuschreiben, um zu belegen, wie unsagbar viele und bittere Widerstände Elisarion zu bestehen hatte und wie er ihnen mit unentwegter seelischer Energie die – unwahrscheinliche – Verwirklichung seines geistigen Wollens abgetrotzt hat.

Da Elisarion die Texte dieses Baches in Zeitabständen – zwischen seinen malerischen Arbeiten – geschrieben hat, gibt es etliche Wiederholungen; ich habe sie unverändert stehn gelassen, um nichts zu «überarbeiten»; ebenso gelegentliche «baltische» Wortwendungen, die nicht mehr oder nicht überall geläufig sein mögen. Elisarion sprach übrigens die deutsche Muttersprache – mundart-freies Hochdeutsch – ohne jede baltische Klangfärbuug und Betonung.

In der letzten Zeit vor seinem Tode hatte Elisarion, sozusagen als einen wesentlichen Teil der doch nicht mehr zu vollendenden Lebensgeschichte, seinen «Weg der Liebe» aufgezeichnet. Ich schliesse diese Blätter dem Haupttexte an, sie schliessen würdig diese Urkunde eines «wahrhaften Lebens» ab.

Aus der Lebensstätte Elisarions, in Minusio, den 18. Juni 1943.

EDUARD VON MAYER

 

Der Weg der Liebe (PDF)

 

 

Aus einem wahrhaften Leben, Inhaltsverzeichnis

 

Wahrheit oder Dichtung?

Auf dem Meridian von Delos

Normannisches Muttererbe

Aus väterlich geistigem Geschlecht

Baltische Art

Das letzte Jahrhundert meines Zweiges

Die Wahlsprüche meines Lebens

Geburt – ein Opfer der Freude

Mein Vater – des Klugen blinder Glaube

Kind – in der Wirrwelt

Meine Mutter – duldende Liebe

Tante Mathilde von Maydell

Die geistige Freundin des Kindes

Der erste Tod

Heimschulung

Balten – keine Russen

Hinaus ins feindliche Leben

Der erste Schultag!

Der Bühne erster Zauber

Ein heiterer – ein seltener Christ

Karl I. Stuart?

Der Verzicht auf das Krönungsfest

Der Einzug in Schloss Jootma

Wieder in Reval

Erste religiöse Bedenken

Schwere Erlebnisse

Eltern und Sohn

Russischer Machtwahn und Demokratie

Der zweite Tod

Name ist nicht «Schall und Rauche

Wenn Buben reif werden

Erotisch – nicht sexuell

Agi, die Frühgeliebte

Das Jubiläum meines Vaters

Seelenadel

Die arme Dame

Zwischen Jootma und Lechts: Elisar und Agi

Wandlungen

Letztes Schuljahr in Reval

Ich und die russische Welt

Gedanken, die voraneilen8

Sankt Petersburg, das alte kaiserliche

Die Lotterie des Examens

Eine Fügung: Eduard von Mayer

Sankt Annen in Sankt Petersburg

Ein schweres Jahr

Vor der Berufsentscheidung

Die Universität und der Idealist

Liebe, Leid und Torheit

In der Familie des russischen Popen

Der einsame Studiosus Juris

Liebesprobleme

Der junge Denker und Seelenarzt

Vor dem grossen Entschluss

Das Elend männlicher Jugend

Neues Erwachen

Dem Schicksal entgegen

Der Auswanderer

Am Tode vorbei

Falsche Heiligkeit

Selbstwerdung

Aus dem Karneval

Über die Alpen

Erster Zauber des Südens

Schwermut in München

Von München nach Estland

Entfremdung

Fernensehnsucht und nahe Liebe

Berliner Universitätszeit

Meines Vaters Tod

Ich lächle dieser Tränenwelt

Die Tragik des Aufrechten

Tiefstand des Lebens

Lebensbund und Italienreise

Ein Intermezzo – Zwischengedanken

Im deutschen Sommer

Eine männliche und mannhafte Arbeit

Ein kleiner Genius

Ein Spielhagenabend

Liebendes Erwachen

Neapel und Pompeji

Lieblingminne und Freundesliebe in der Weltliteratur

Von Süden nach Norden, von Norden nach Süden

Ein Winter in Rom

Der neue Glaube

Ein Mensch wie Du – kein Zerrspiegel

Erlöste und Unerlöste

Rhythmus der Sprachen

Wunderkräfte des Lebens

Fino von Grajewo

Meine Dramenschicksale

Berlin – Kur – und bunte Ferienwochen

Lichte Wochen am Genfersee

Noch ein Versuch in Berlin

Warum ich nicht geheiratet habe

Schwere Prüfungen

Zur Gesundung des Liebeslebens

Die Aufgabe Europas! – oder Untergang

Florenz: ein Haltepunkt meines Lebens

 

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